28.02.2017

Realität Deluxe

Das nächste große Ding heißt Augmented Reality. Aug.. was? Ein Gespräch mit ö_konzept-Web-Entwickler Nick, welchen Branchen dieser Technikeinsatz nutzt.
Realität Deluxe
Mehr als nur ein Exponat: Smartphones mit Augmented Reality-Apps können den künftigen Museumsbesuch zum multimedialen Erlebnis erweitern. [Quelle: fotolia, Fotos 593, Anpassung ö_konzept]
Realität Deluxe
Mehr als nur ein Exponat: Smartphones mit Augmented Reality-Apps können den künftigen Museumsbesuch zum multimedialen Erlebnis erweitern. [Quelle: fotolia, Fotos 593, Anpassung ö_konzept]
Zu Jahresbeginn sind die Newsletter voll mit Trends, Hypes und Ausblicken. Ein Begriff ist dabei omnipräsent: Augmented Reality (zu deutsch: erweiterte Realität). Gemeint sind computergenerierte Zusatzinformationen, die der Betrachter der realen Welt in Echtzeit eingeblendet sieht, etwa über seine Smartphone-Kamera. Auch unsere Kollegen der Web-Abteilung beobachten die Augmented Reality-Entwicklungen seit längerem.

Das bisherige Urteil: zu hohe Entwicklungskosten, Mängel bei der Leistungsfähigkeit der Geräte und keine überzeugenden Anwendungen. Doch jetzt kommt Bewegung in den Markt, behauptet unser Web-Entwickler Nick:

Wie kommst du darauf, dass 2017 den Durchbruch für Augmented Reality (AR) bringt?
Bisher war es ein Teufelskreis: Konsumenten kaufen sich keine teure Hardware, wie etwa die AR-Brille »Google Glasses«, weil es kaum Anwendungsmöglichkeiten sowie Sicherheitsbedenken bezüglich der eigenen Privatsphäre gibt. Entwickler wiederum programmieren keine Applikationen, wenn Brillen, Smartphones oder Kameras noch nicht für den Massenmarkt tauglich sind.

Einer muss also den ersten Schritt wagen?
Genau. Und den übernimmt möglicherweise Apple mit seiner Vorstellung des iPhone 8 im September 2017. Analysten wollen erfahren haben, dass das neue Modell der Apfelfirma einen 3D-Sensor enthalten wird, was auf einen Einsatz von Augmented Reality-Elementen hindeutet.

Was ermöglicht so ein 3D-Sensor?
Ein 3D-Sensor vereinfacht die Anwendungsentwicklung, denn er liefert Tiefeninformationen. Heißt: Das Smartphone erhält präzise Positionen, wo sich z.B. in einem Museum das eingeblendete Exponat im Raum befindet. Dem Handy-Nutzer werden dann Zusatzinfos links und rechts vom jeweiligen Objekt eingeblendet, ohne das eigentliche Ausstellungsstück zu verdecken. Und auch für Computerspiele-Liebhaber bietet der 3D-Sensor eine neue Spielqualität. So können Nutzer zunächst ein Selfie schießen und Avatare in AR-Spielen mit dem eigenen Gesicht ausstatten.
Nick im Selbsttest vor einem bereits verfügbaren sogenannten RGB-D-Sensor: Das Bild rechts zeigt die Tiefenberechnung. Teile seines Körpers, die weiter hinten im Raum sind, erscheinen dunkler als die nach vorn gerichtete Hand. [Quelle: ö_konzept]
Nick im Selbsttest vor einem bereits verfügbaren sogenannten RGB-D-Sensor: Das Bild rechts zeigt die Tiefenberechnung. Teile seines Körpers, die weiter hinten im Raum sind, erscheinen dunkler als die nach vorn gerichtete Hand. [Quelle: ö_konzept]

Und welche Anwendungsfelder ergeben sich aus dieser Technik, die dann künftig Millionen Menschen in ihren Hosen- und Handtaschen tragen?
Spannend wird es zum Beispiel für Museen und Ausstellungen. Exponate können mittelfristig durch Smartphone-Kameras via 3D zum Leben erweckt und in historische Szenen eingebunden werden. Geschichts-, Kunst- oder Technikmuseen avancieren zu Erlebniswelten und steigern so ihre Attraktivität gerade bei der jüngeren Zielgruppe. Aber auch für Kommunen oder Tourismusverbände können AR-Apps einen Mehrwert bieten. Anstelle auf dem Stadtplan von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu laufen und dort Infotafeln zu lesen oder im eigenen Reiseführer zu blättern, liefert der Blick durch die Smartphone-Kamera Bilder, Grafiken, Videos oder Animationen zum jeweiligen Monument.

Während AR noch in den Kinderschuhen steckt, arbeitet unsere Web-Abteilung schon seit einigen Jahren mit dem Bewegungssensor Microsoft-Kinect. Diese Hardware liefert bereits Tiefeninformationen, damit sich Spiele durch Körperbewegungen steuern lassen. Ein Beispiel ist die Tuningwand im PS.SPEICHER.
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